Das Projekt Spamkampagne: Verbraucheraufklärung und Aktion zur Bekämpfung von Spam
Die heute freigeschaltete Website ist Teil des Projekts „Spamkampagne“ und klärt Privatpersonen über das Thema Spam auf. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) entwickelte diese vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderte Website in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen der Länder. Von Hintergrundinformationen über rechtliche Grundlagen bis hin zu Tipps über Schutzmaßnahmen – hier steht umfassendes Informationsmaterial zum Thema Spam bereit. Das Projekt „Spamkampagne“ setzt die Ziele des auf Initiative des BMELV geschlossenen Aktionsbündnisses zur Bekämpfung von Spam um. In diesem Aktionsbündnis bündeln die Partner – Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) sowie der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) – ihre technische und rechtliche Kompetenz.Ziel des Projekts ist es, mit Unterstützung der Verbraucher unseriöse Geschäftemacher ausfindig zu machen und Spam juristisch zu verfolgen. Daher hat der vzbv eine Spam-Beschwerdestelle eingerichtet: Unter beschwerdestelle@spam.vzbv.de können sich Verbraucher über empfangenen E-Mail-Spam beschweren. Der vzbv überprüft diese Fälle und geht in geeigneten Fällen juristisch gegen Spam-Versender und deren Auftraggeber vor. Darüber hinaus ist auch eine breit angelegte Aufklärungs- und Informationskampagne Teil des Projekts.
Die Zahl unverlangter elektronischer Werbemails, Spam genannt, hat in den vergangenen Jahren ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Internetbenutzer werden zunehmend von einer Flut unverlangter Werbung überrollt. Der Anteil der weltweit empfangenen Spam-Mails beträgt zwischen 60 und 90 Prozent des E-Mail-Aufkommens und führt zu gesamtwirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe.
Aus diesen Gründen ist eine intensive Aufklärung in der Öffentlichkeit und eine stärkere Sensibilisierung der Internetanwender im Umgang mit dem E-Mail-Verkehr und dem Medium Internet erforderlich. Das Projekt Spamkampagne kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit bei Verbrauchern und Internetnutzern klare Signale hinsichtlich der Prävention von Spam gesetzt werden. Zugleich soll aber auch das Bewusstsein geschärft werden, dass es sich beim Spamming nicht nur um ein Kavaliersdelikt handelt. Schon eine einzelne E-Mail ist verboten. Die einzelne Mail darf nämlich nicht nur für sich alleine betrachtet werden. Sie ist Teil des nach allgemeiner Auffassung zu bekämpfenden Spamunwesens. Würde man das Versenden von Werbeemails erlauben, würde das zu einer unübersehbaren Flut von Spam führen, weil E-Mailwerbung unter den Werbemedien das billigste, schnellste und unaufwendigste ist.
Das Projekt zeigt auf, dass es Mittel und Wege gibt, aktiv gegen dieses Ärgernis vorzugehen.

