Ein niedriger Preis bedeutet nicht automatisch eine mindere Qualität. Es gibt Fehlkäufe. Es gibt aber auch Schnäppchen. Ökonomisch gesehen ist es eigentlich ganz einfach: Ist die Preis-Qualitäts-Relation lukrativ, spricht man von einem Schnäppchen, ist die Relation unrentabel, spricht man von einem Fehlkauf, der beim Schnäppchenjäger Reue aufkommen läßt.
Notebook bei Aldi, Bahnticket bei Lidl, Fernseher bei Plus: Woche für Woche buhlen die Discounter um neue Kunden. Mit Aktionsware wollen sie die Menschen in ihre Märkte locken. Woche für Woche testet die STIFTUNG WARENTEST solche Angebote. Der Schnelltest wird zuerst im Internet veröffentlich und dann in test.
Jetzt hat die STIFTUNG WARENTEST einmal Bilanz gezogen: Fazit der Testarbeit: Die Qualität der Sonderangebote sinkt: Schnäppchen sind selten. Die Discounter verkaufen oft billiges Zeug. 22 von 58 Angeboten aus diesem Jahr erwiesen sich als Fehlkauf. Darunter Billigwerkzeug mit schädlichen Weichmachern (Krebsgefahr!), ein Gartenhäcksler, der sich selbst zerlegte und Lautsprecherboxen, die nur müde klingen. Oft genug sind auch die technischen Leistungen der Geräte unzureichend: Ein Gartenhäcksler häckselte sich nach 15 Minuten „Dauerbetriebs“-Prüfung ins Nirvana. Fast vernichtend ist das Urteil bei Staubsaugern. Bis auf zweimal Mittelmaß waren alle sechs geprüften Modelle Fehlkäufe. Ein Staubsauger nahm beispielsweise nur zehn Prozent des Staubes auf. Von diesen wenigen Prozent blies er einen guten Teil sogleich wieder hinaus.
Siehe auch:
Aktionsware: Schnäppchen selten