Ernährungsberater
Anmeldedatum: 27.09.2007
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Bei Lebensmitteln nicht an der falschen Stelle sparen!
Aktion Mehrwert: Bei Lebensmitteln nicht an der falschen Stelle sparen!
Auch wenn für Lebensmittel (außer bei Getränken und Alkohol) nach wie vor der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% gilt, lässt sich so einiges einsparen – wenn man richtig plant, einkauft und die Mahlzeiten energiesparend zubereitet. Dies wurde im Gespräch zwischen Familie Henschel aus Bremerhaven und der Verbraucherzentrale im Rahmen der Aktion Mehrwert deutlich. Dabei sollte jedoch nicht an der falschen Stelle gespart werden, denn qualitativ hochwertige Lebensmittel haben ihren Preis. Wohin der enorme Preisdruck auf Produzenten, Verarbeiter und Handel führen kann, wurde mit den ekelhaften Fleischskandalen im letzten Jahr für jede/n ersichtlich.
Familie Henschel gibt pro Monat etwa 800,- € für Nahrungs- und Genussmittel aus (inkl. Wasch- und Reinigungsmittel sowie für Kosmetika). Das ist nicht wenig, und es lohnt sich deshalb, einmal genauer hinzuschauen, wo das Geld bleibt.
Der Fleischkonsum ist eine gute Möglichkeit, die Kosten für die Ernährung zu senken – kommt „das Stück Lebenskraft“ bei den Henschels doch fast täglich auf den Tisch. Gesünder, umweltfreundlicher und preiswerter ist es, mehr pflanzliche Lebensmittel zu verzehren. Zumindest an kühlen Tagen sind Eintöpfe aus Hülsenfrüchten oder anderem Gemüse oder aus Kartoffeln leckere und günstige Alternativen, die sich zudem auf Vorrat kochen und schnell aufwärmen lassen.
Herr Henschel ist Marathonläufer – also Hochleistungssportler. Er glaubt, auf zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel wie Eiweiß- und Multivitaminpräparate, Calcium und Magnesium nicht verzichten zu können. Das nagt am Portemonnaie! Die Verbraucherzentrale empfiehlt, lieber einmal beim Hausarzt nachzufragen, was entsprechende Untersuchungen kosten würden, bei denen die Versorgungslage mit den jeweiligen Nährstoffen abgeklärt werden könnte. Auf Dauer gesehen ist es sicher günstiger, viel frisches Obst und Gemüse und hochwertiges – vor allem pflanzliches – Eiweiß zu verzehren, als die gigantische Nahrungsergänzungsmittel-Industrie weiter zu unterstützen.
Auch Frau Henschel weiß, dass sie 100,- € im Monat einsparen könnte – wenn sie es schafft, auf ihr „glimmendes Laster“ zu verzichten. Dafür ist sie sehr konsequent, wenn beim Einkaufen die zahlreichen Fast-Food-Verführungen locken: Pommes und Hamburger, Croissants und belegte Brötchen und das Stück Kuchen oder Pizza im Vorbeigehen – wer so standhaft wie Frau Henschel ist, spart viel Geld.
Die 14jährige Tochter ist ebenfalls eine aktive Sportlerin, die viel Obstsalat isst und Apfelschorlen trinkt – bravo! Tipp der Verbraucherzentrale: Eine gekaufte Apfelschorle ist deutlich teurer, als eine selbstgemachte, zumal man bei letzterer das Mischungsverhältnis (am besten: Mineralwasser zu Saft im Verhältnis 3:1) bestimmen kann.
Zum Schluss des vergnügten Gesprächs mit Familie Hentschel gab es noch ein paar Tipps, wie sich bei der Zubereitung der Lebensmittel Energie und somit Geld sparen lassen:
* Kochen und Dünsten immer mit Deckel und wenig Wasser;
* Ausnutzung der Restwärme durch rechtzeitiges Herunterschalten der Platten;
* Verwendung von planen Töpfen;
* Zubereitung von kochendem Wasser mit einem Wasserkocher;
* möglichst häufige Nutzung des Schnellkochers;
* auf Vorrat kochen – das spart Zeit und Geld.
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