Die teuren Toten: Pietät und Profit
Stiftung Warentest hat sich deshalb dieser Dienstleistung angenommen. Bis zu 2230 Euro veranschlagten die Bestatter im Test für eine einfache Erdbestattung. Hinzu kommen noch Gebühren für die Beisetzung, Grabanlage und Grabnutzung. Etwa 660 bis 2350 Euro - je nach Friedhof und Bundesland. Macht insgesamt bis zu 4580 Euro für ein simples Begräbnis. Wer das Grab aussuchen will oder einen besonderen Sarg sucht, zahlt schnell das Doppelte. Die Kosten für einzelne Leistungen bleiben dabei häufig im Dunkeln. Die Angebote sind nicht transparent. Kaum ein Anbieter schlüsselt seine Positionen detailliert auf. Auch mit Informationen nehmen es die Bestatter nicht so genau. Welche Aufgaben kann der Kunde möglicherweise selbst übernehmen? Die Bestatter gaben kaum Antwort auf diese Frage. Noch dünner waren die Informationen über Grabsteine und Grabpflege. Viele Bestatter erwähnten nicht, was Steinmetz und Friedhofsgärtner berechnen. Selbst die örtlichen Friedhofsgebühren hatte nicht jeder parat.
Zum Schmerz über den Verlust eines Angehörigen oder Freundes kommt für die Hinterbliebenen die Belastung durch organisatorische Aufgaben: Verwandte, Freunde und Bekannte müssen informiert, Formalitäten erledigt und die Trauerfeier und Bestattung arrangiert werden. Viele Menschen fühlen sich in dieser seelischen Ausnahmesituation überfordert. Die Verbraucherzentrale hält zum Thema den Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt? “ parat. Das 116-seitige Buch gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen: Welche Formen der Bestattung gibt es und wie organisiere ich eine Bestattung? Wer muss benachrichtigt werden? An wen muss man sich wenden, um den amtlichen Formalitäten zu genügen? Welche Formen der Bestattung gibt es? Welche Fristen sind zu beachten? Wo melde ich Rentenasprüche an? Ergänzt wird der Ratgeber durch eine umfassende Checkliste, um nicht erst nach dem Tod die nötigen Unterlagen und Informationen zusammentragen zu müssen.

