Brustvergrößerung? Wenn schon, dann nur mit umfassender Beratung!
Im Test: Vier zertifizierte Brustzentren und drei private überregional tätige Klinikverbünde für plastisch-ästhetische Chirurgie hat die Stiftung Warentest für die September-Ausgabe ihrer Zeitschrift test geprüft. Aber nur eine stach durch ihre umfassende medizinische Beratung hervor.
Entscheidene Kriterien des Tests waren die medizinische Beratung, die Patientenorientierung und die Vorabinformation und Service. Einzig ein Krankenhaus bot eine ausführliche medizischen Beratung an. Es stellte sich auch heraus, dass die Beratung in den öffentlichen Krankenhäusern besser, wenn auch nicht perfekt war. Oftmals wurde hier der Rat gegeben, noch einmal über die – ausschließlich aus ästhetischen Gründen gewünschte – Operation nachzudenken. Wobei sich die Testerinnen von den privaten Anbietern zum Teil zur Operation gedrängt fühlten.
Das größte Defizit lag aber in der selten stattfindenden und nicht ausführlichen Aufklärung über Komplikationen und Risiken einer Brustvergrößerung. Damit sorgte kein Berater für die von der Rechtssprechung geforderte „schonungslose Aufklärung“, welche vor (nicht medizinisch notwendigen) kosmetischen Operationen erfolgen soll.
Einzig der Vorabservice der privaten Anbieter war umfassend ausgestaltet. Während die Krankenhäuser mit Terminverschiebungen glänzten und Halbwissen über die Beratungskosten.
Zum Schluss bleibt zu bedenken, dass es sich bei einer Brustvergrößerung nicht um eine notwendige Behandlung, aber doch um einen operativen Eingriff handelt mit all seinen Risiken vom Mißlingen der Operation oder der Anästhesie oder nachfolgenden Infektionen. An jeder Operation kann man letztendlich auch sterben...

