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DoubleSlash
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Dioxin in Eiern
Immer wieder Futtermittel – Kontrollen versagen
Immer wieder sind es die Futtermittel, die zu erschreckenden Lebensmittelskandalen und zu einer massiven Verunsicherung der Verbraucher führen: Antibiotika, Hormone, Impfstoffe oder nicht ausreichend erhitzte Schlachtabfälle in Futtermitteln, die auch im Endprodukt Fleisch, Geflügel, Shrimps oder Ei ankommen. Was sollen Verbraucher noch alles schlucken, bevor sich etwas entscheidend verbessert? Was wurde und wird nicht bei jedem Skandal versprochen – schärfere Kontrollen, bessere Gesetze, härtere Strafen. Die aktuelle Situation zeigt, dass die Lebensmittelüberwachung längst nicht immer in der Lage ist, die Verbraucher rechtzeitig vor kriminellen Machenschaften zu schützen. Und in diesem Fall haben die Behörden komplett versagt. Der Skandal ist nicht durch ihre Kontrollen ans Licht gekommen, sondern weil ein Mitarbeiter des Futtermittelherstellers Harles und Jentzsch eine Stichprobe untersuchen ließ.
Die Firma hat über einen längeren Zeitraum – wie lange genau, ist noch nicht klar – technische Fette in die Lebensmittelkette hineingepanscht. Die Verbraucherzentrale Bremen glaubt nicht, dass es sich, wie vom Unternehmen behauptet, um Leichtfertigkeit gehandelt hat. Technische Fette sind billiger als diejenigen für die Lebensmittelproduktion. So lassen sich auch Gewinne „erwirtschaften“ – das dabei die Gesundheit von Verbrauchern und die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe auf dem Spiel stehen, scheint völlig egal zu sein.
Die offiziellen Verlautbarungen, die bislang gefundenen Dioxinwerte seien nicht „akut“ gefährlich, sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale ein schlechter Witz. Keiner bekommt nach dem Verzehr von dioxinbelasteten Eiern Bauchschmerzen. Aber Dioxine sind unter anderem krebserregend. Und niemand wird in 10 oder 20 Jahren mehr einen ursächlichen Zusammenhang zwischen einer möglichen Erkrankung und dem Verzehr belasteter Eier herstellen können.
Forderungen der Verbraucherzentrale:- Die Futtermittelproduktion muss endlich so effektiv überwacht und sanktioniert werden, dass den Herstellern der Spaß an der Pantscherei vergeht. Sonst werden die zu geringen Stellenzahlen in der Überwachung, die spärliche Kontrolldichte und die offensichtlich immer noch zu laschen Strafen auch zukünftig keine große Abschreckung sein.
- Es müssen alle Stempelnummern der Eierpartien veröffentlicht werden, bei denen überhöhte Dioxinwerte gemessen wurden. Das ungleiche Vorgehen der Überwachungsbehörden muss schnellstens zugunsten einer aktiven Informationspolitik beendet werden – bundesweit.
- Solange nicht klar ist, welche Eier und Geflügelprodukte möglicherweise dioxinbelastet sind, müssen sie aus dem Handel genommen werden. Es kann nicht sein, dass Höfe vorsorglich geschlossen, ihre verdächtigen Produkte aber weiter verkauft werden.
Empfehlungen für Verbraucher:- Solange Verbraucher nicht wissen, welche Eier oder Geflügelprodukte betroffen sind, sollten sie auf den Verzehr konventioneller Produkte verzichten.
- Bei Ökoprodukten ist das Zusetzen isolierter Fettsäuren in Futtermittel verboten. Ökoeier und -geflügel sind deshalb von dem aktuellen Skandal nicht betroffen. Ökoeier sind an ihrem Stempelaufdruck mit der Haltungs-Ziffer 0 zu erkennen, die immer an erster Stelle steht.
Fragen zu diesem Thema beantwortet die Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale unter der Durchwahl 0421/1607754.
Siehe auch: Dioxin in Schweinfleisch
Zuletzt bearbeitet von DoubleSlash am Mi Okt 19, 2011 15:51, insgesamt einmal bearbeitet
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| Do Jan 06, 2011 20:33 |
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DoubleSlash
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Bislang werden nur in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen die Stempelnummern der Eier veröffentlicht, die zu hoch mit Dioxin belastet sind. Folgende Chargen sind betroffen:
* 2-DE-0355461
* 2-DE-0312141
* 2-DE-0312142
* 2-DE-0312151
* 2-DE-0350384
* 2-DE-0513912 (Gewichtskl. XL)
* 3-DE-0514411 (nur braune Eier)
* 1-DE-0508762
* 2-DE-0508761
Die erste Ziffer steht für die Haltungsform:
* 0 – Ökoanbau (nicht betroffen)
* 1 – Freilandhaltung
* 2 – Bodenhaltung
* 3 – Käfighaltung
Die beiden Ziffern nach dem DE (für Deutschland) stehen für das Bundesland, aus dem die Eier kommen:
* 01: Schleswig-Holstein
* 02: Hamburg
* 03: Niedersachsen
* 04: Bremen
* 05: Nordrhein-Westfalen
* 06: Hessen
* 07: Rheinland-Pfalz
* 08: Baden-Württemberg
* 09: Bayern
* 10: Saarland
* 11: Berlin
* 12: Brandenburg
* 13: Mecklenburg -Vorpommern
* 14: Sachsen
* 15: Sachsen-Anhalt
* 16: Thüringen
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| Mi Jan 12, 2011 17:52 |
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DoubleSlash
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In einem neuen Faltblatt des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen sind die Tipps für Verbraucher noch einmal zusammengefasst.
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| Mi Jan 26, 2011 01:40 |
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Andreas
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Meinst Du das ernst mit den Stempeln. Allein in Niedersachsen sind ca. 90000 Betriebe betroffen. Glaubst Du im ernst, dass Du irgendein dioxinfreies Ei findest? Die Futtermittelproduzenten beliefern so ziemlich jeden Hof. Mal abgesehen von kleineren Biohöfen und den Hühnern von Privatleuten.
In Deutschland sieht man die Folgen, die ständiges Preisdumping mit sich bringt. Wer bei Aldi ein Huhn für 2,99 Euro kauft, muss sich doch nicht wundern, dass nur noch Mist in die Tiere gepumpt wird um sie im Schnellverfahren zum Verkauf zu bringen.
Ein Volk bekommt eben nicht nur die Regierung die es verdient sondern auch das Essen.
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| Mi Jan 26, 2011 22:56 |
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DoubleSlash
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Zitat:
Meinst Du das ernst mit den Stempeln.
Ich meine gar nichts, das meint die Verbraucherzentrale. So steht auch in der Meldung: "Forderungen der Verbraucherzentrale".
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| Do Jan 27, 2011 00:55 |
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Andreas
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Ist doch alles Augenwischerei. Ich hätte es verstanden, wenn Deine kurze Liste die Eier anzeigt, die nicht verseucht sind. Im Fernsehen haben Reporter versucht, dioxinverseuchte Eier in Restaurants zu verkaufen. Einfach so von der Strasse aus. Dabei wiesen sie sogar darauf hin, dass die Eier mit Dioxin belastete sind, deshalb aber auch sehr günstig angeboten werden könnten. Alle getesteten Restaurants haben die Eier gekauft!!!
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| Do Jan 27, 2011 15:51 |
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DoubleSlash
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Andreas hat Folgendes geschrieben:Ich hätte es verstanden, wenn Deine kurze Liste die Eier anzeigt, die nicht verseucht sind.
Nee, so ist es leider nicht. Es sind die, die garantiert verseucht sind.  Aber wenn Du eine von diesen Nummern erwischst, weißt Du zumindest, dass man sie auf keinen Fall kaufen soll.
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| Do Jan 27, 2011 18:39 |
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Andreas
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Bei den anderen Eiern weiss ich auch, dass ich die auf keinen Fall kaufen sollte. Aber mal ehrlich. Was kann man denn in diesem vom Geld regierten Land noch unbedenklich kaufen. Die Rinder und Schafe füttern sie mit toten Tieren, Stichwort BSE. Das Geflügel und die Schweine mit Industrieöl. Wieso wird eigentlich nur über Eier gesprochen? Ist doch klar, dass die ganzen Billighühner auch verseucht sind. Gemüse und Obst wächst in Petrischalen und hat nie Erde gesehen. Obendrein wird es mit Giften und Hormonen zugestopft. Einfach nur widerlich.
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| So Jan 30, 2011 02:07 |
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DoubleSlash
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Andreas hat Folgendes geschrieben:Ist doch klar, dass die ganzen Billighühner auch verseucht sind.
Ich würde nicht vom Preis auf den Dioxingehalt schließen. Verkaufspreise haben selten was mit den Produktionskosten zu tun (sie dürfen nur nicht niedriger sein), sondern mit der Kaufkraft des Käufers. Ein Huhn für 4,99 bei LIDA[1] ist nicht unbedingt besser als ein Huhn für 2,99 bei ALDI. Verlangt wird nur das, was der Käufer bereit ist auszugeben. Oft werden sogar gleiche oder nahezu gleiche Produkte unter verschiedenen Marken zu verschiedenen Preisen verkauft. Dafür gibt es sogar einen lustigen Fachbegriff - der fällt mir gerade nicht ein.
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[1] Frei erfundener Name eines hypothetischen "gehobenen" Supermarkts.
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| So Jan 30, 2011 05:31 |
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