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Dioxin in Freilandeiern

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Beitrag Dioxin in Freilandeiern 


Seit dem 1. Januar gibt es für Dioxin in Freilandeiern einen strengen Grenzwert. Er liegt bei 3 Pikogramm pro Gramm Fett, also bei 3 Billionstel Gramm. Die nun festgestellten Grenzwertüberschreitungen sind nicht neu, sondern die logische Konsequenz einer strengen Regelung. Die Verbraucherzentrale Bremen begrüßt diese Verschärfung ausdrücklich, denn Dioxin wirkt nicht nur Krebs erregend, sondern kann Entwicklungsstörungen, neurologische und immunologische Schäden verursachen. Außerdem können Geschlechtsorgane geschädigt werden und bei Männern die Spermienzahlen zu gering sein.

Bei der Belastung der Böden mit Dioxinen handelt es sich um industrielle Altlasten aus den vergangenen Jahrzehnten, die insbesondere durch verschiedene Verbrennungsprozesse entstanden sind. Aber auch Vulkanausbrüche haben zur Belastung beigetragen.

Einschätzung der Verbraucherzentrale Bremen zu den Überschreitungen der Grenzwerte:

  • Dioxin ist ein gefährlicher Umweltschadstoff, der in Lebensmitteln nichts zu suchen hat;
  • eine akute Gefahr geht von den nun veröffentlichten Rückständen nicht aus, allerdings muss alles dafür getan werden, dass die Grenzwerte eingehalten werden – schließlich ist Dioxin bei weitem nicht die einzige Belastung, mit der unser Körper fertig werden muss;
  • die Überwachungsbehörden aller Bundesländer müssen einen Untersuchungsschwerpunkt auf die Dioxinbelastung von Eiern legen;
  • über dem Grenzwert liegende Eier müssen sofort aus dem Handel genommen werden;
  • auffällige Betriebe, die anhand der Eierkennzeichnung zu erkennen sind, dürfen vorläufig keine Eier verkaufen; ggfs. muss ein Bodenaustausch vorgenommen werden;
  • es ist fatal, dass gerade die Betriebe, die versuchen, tier- und umweltgerecht Lebensmittel zu produzieren, unter solchen Umweltbelastungen besonders leiden müssen;
  • auf keinen Fall dürfen die Rückstandsproblematik auf der einen und der Tierschutz auf der anderen Seite gegeneinander ausgespielt werden;
  • Politik und Industrie müssen zusätzliche Anstrengungen unternehmen, damit die Belastung der Umwelt durch Dioxine weiter zurückgeht;


Verbraucherempfehlung

Aus Gründen eines vorsorgenden Verbraucherschutzes empfiehlt die Verbraucherzentrale Bremen, mit dem Kauf von Eiern jetzt so lange zu warten, bis im Handel keine Chargen mehr zu finden sind, die über dem Grenzwert liegen; nach unserer Auffassung sind Käfigeier allerdings keine Alternative.

Siehe auch:

Dioxin in Eiern
Dioxin in Schweinfleisch


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