Soll nicht unbedingt repräsentativ für die ganze Branche sein, dennoch ein paar Eigeneinschätzungen der Baugenossenschaften:
aus dem Geschäftsbericht 2007 der Gewobau Erlangen (Sozialbau):
Zitat:
MietausfallrisikoUnser Mietausfallrisiko beurteilen wir nach wie vor erhöht. Nicht nur die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse einiger unserer Mieter machen uns zu schaffen, die permanent steigenden Energiekosten verschärfen die Situation. Durch unterjährige Anpassungen konnten Nachzahlungen bei der Nebenkostenabrechnung nur teilweise vermieden werden. Viele Ratenzahlungsvereinbarungen halten den Forderungsbestand hoch.
Der Bericht entstand noch vor der Finanzkrise, aber die wirtschaftlichen Verhältnisse dürften seitdem nicht besser, sondern eher schlechter geworden sein. Deshalb dürften die Argumente noch gelten.
Die Baugenossenschaft Bahnheim vertritt hier eine gegenteilige Meinung:
Zitat:
Zu den allgemeinen Risiken der Wohnungswirtschaft gehört weiterhin das Risiko der Arbeitslosigkeit verbunden mit der Zahlungsunfähigkeit der Mieter bzw. das Mietausfallrisiko. Da die Genossenschaft jedoch zu günstigen Preisen vermietet, sehen wir hierin eher eine Chance.
Ich würde sagen, das Mietausfallrisiko ist bei einer Krise grundsätzlich höher, weil die Bereitschaft der Mieter, mehr Geld fürs Wohnen auszugeben, naturgemäß sinkt. Die heutige Situation würde ich aber noch nicht als dramatisch betrachten.
Just my two Euro-Cents...