Schwarzwälder Schinken aus Dänemark: Herkunftsangaben auf Lebensmitteln oft lückenhaft und missverständlich
Wer beim Einkauf etwas über die Herkunft von Lebensmitteln erfahren möchte – und das sind gemäß Umfragen 2 von 3 Verbrauchern – erhält häufig keine klare Antwort.
Die Herkunftsangaben sind eher missverständlich, unvollständig oder sie fehlen ganz. Beispiele gefällig?
- Wissen Sie, dass Schwarzwälder Schinken nicht aus dem Schwarzwald kommen muss? Die Schweine stammen z.B. aus den Niederlanden, und die Schinken werden nur zum Räuchern in den Schwarzwald gefahren.
- Wissen Sie, woher die Ananas aus der Obsttheke im Supermarkt stammt? Wahrscheinlich nicht, denn eine Herkunftsangabe ist für diese Obstart nicht vorgeschrieben.
- Wissen Sie, dass beim Allgäuer Emmentaler Milcherzeugung, Herstellung und Verarbeitung des Käses nur in bestimmten Landkreisen der Allgäuer Alpen erfolgen dürfen? Und dass im Gegensatz dazu Gouda nicht aus der Stadt Gouda stammen muss?
Die Verbraucherzentralen setzen sich beim Gesetzgeber dafür ein, dass dem Kennzeichnungswirrwarr ein Ende gesetzt wird. Dazu brauchen die Verbraucherschützer Ihre Unterstützung und starten deshalb eine Umfrage. Ihre Meinung zählt.
- Sind die derzeitigen Angaben zum Hersteller für Sie ausreichend?
- Bei welchen Lebensmitteln sind Ihnen Herkunftsangaben besonders wichtig?
- Möchten Sie auch die Herkunft der Hauptzutaten kennen?
Der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller hat uns mitgeteilt: „Die gesamte Produktion des Schwarzwälder Schinkens, also das Pökeln, Trocknen, Räuchern und Nachreifen, findet ausschließlich im Schwarzwald statt und wird durch EU-Richtlinie und Kontrollstelle streng geprüft. Die Herkunft des Fleisches ist für die Qualität des Produktes nicht relevant“

