Das Thema Klimaänderung hat derzeit beunruhigende Konjunktur – und so verwundert es nicht, dass auch die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Ernährungsweisen und Klimaänderung thematisiert werden. Immerhin sind Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimawirksamer Gase beteiligt. Da stellt sich die Frage: „Essen wir das Klima auf?“ oder gibt es auch Alternativen, beim Essen das Klima zu schonen.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich klimafreundlich zu ernähren, und in der Regel ist das sogar gesünder und schmackhafter. Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt eine abwechslungsreiche Ernährung mit mehr Obst und Gemüse – aus der Region und der Saison entsprechend. Was nicht weit transportiert werden musste, und was vor Ort ausreifen konnte, schmeckt besser, hat mehr gesunde Inhaltsstoffe und ist weniger umweltbelastend. Außerdem stärkt regional Produziertes auch die regionale Wirtschaftskraft und erhält Kulturlandschaften vor der Haustür. Erst recht gilt dies für regionale Lebensmittel aus dem Bio-Anbau. Die Bio-Landwirtschaft braucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft nur ein Drittel der fossilen Energie, vor allem weil auf energieintensive chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Deshalb schonen Bio-Lebensmittel nicht nur das Klima, sie enthalten auch erheblich weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln. Außerdem speichert der Bio-Anbau mehr Humus und Kohlenstoff im Boden.
Frisches und wenig verarbeitetes Obst und Gemüse enthalten die meisten gesunden Pflanzenstoffe. Tiefkühl-Lebensmittel sind ernährungsphysiologisch zwar vergleichbar, belasten aber das Klima durch den Energiebedarf für das Einfrieren das Klima.
Fleisch ist gesund, aber weniger Fleisch ist gesünder – für uns und für das Klima! Die Produktion von Fleisch ist besonders energieintensiv und klimabelastend, da – je nach Fleischart – 7 bis 12 pflanzliche Kalorien notwendig sind, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein kg Obst verursacht dagegen nur 0,5 kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2. Also lieber guten Gewissens den Sonntagsbraten genießen – was noch leichter fällt, wenn er aus artgerechter Produktionsweise stammt.
Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt deshalb:
- Mehr pflanzliche statt tierische Lebensmittel verzehren;
- regionales und saisonales Obst und Gemüse aus dem Freiland bevorzugen;
- Öko-Lebensmittel aus der Region zumindest ab und zu einkaufen.

