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Markterhebung zur Fischkennzeichnung

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Beitrag Markterhebung zur Fischkennzeichnung 


Seit einigen Jahren gibt es für den Handel mit Fisch einige Kennzeichnungsvorschriften, die für tierische Lebensmittel eher ungewöhnlich sind. So müssen – neben der Handelsbezeichnung – die Produktionsmethoden bzw. die jeweiligen Fanggebiete von frischen, gefrorenen und geräucherten Fischen, von Matjes und rohen Garnelen angegeben werden. Damit können die Verbraucher selbst entscheiden, ob sie beispielsweise thailändische Shrimps aus Aquakulturen, die zur Zerstörung wertvoller Mangrovenwälder führen, kaufen wollen oder nicht.

Die Handelsbezeichnung muss bei loser Ware in unmittelbarer Nähe der Fische so zu lesen sein, dass sie den jeweiligen Fischarten zugeordnet werden kann. Bei der Nennung der Poduktionsmethode bzw. des Fanggebietes sind folgende Wortlaute vorgeschrieben:

  • „gefangen in?“ (für Seefische)
  • „aus Binnenfischerei“ (aus Seen oder Flüssen)
  • „aus Aquakultur?.“ oder auch „gezüchtet in?“

Bei Fisch aus Binnenfischerei oder Aquakulturen muss das Land genannt werden. Die Verbraucherzentrale hat im Oktober in insgesamt 24 Bremer Geschäften (Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Kaufhäuser, Verbrauchermärkte) einmal genau hingeschaut, ob es überhaupt eine Handelsbezeichnung gibt und ob die Produktionsmethode und das Fanggebiet genannt werden.

Das Ergebnis:

  • Die Handelsbezeichung, also um welche Fisch-Sorte es sich handelt, ließ sich in 17 Geschäften (71 %) den angebotenen Fischen auch zuordnen.
  • Eine korrekte Kennzeichnung zu den Produktionsmethoden und Fanggebieten gab es nur in gut der Hälfte der Geschäfte (54 %).
  • Bei Nachfragen in den anderen Geschäften, warum es keine Kennzeichnung gebe, war das Verkaufspersonal um Ausreden nicht verlegen: „Ich kann selber Auskunft geben“ oder „Die Fanggebiete wechseln zu oft“ oder genau anders herum „Die Fanggebiete wechseln nicht oft“ – so lauteten die häufigsten Erklärungen für die fehlende Kennzeichnung.

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ist dieses Ergebnis sehr unbefriedigend. Sie fordert von den Verantwortlichen in den Geschäften die Einhaltung der Vorschriften und von der Lebensmittelberwachung entsprechende Kontrollen. Problematisch ist auch, dass die VerbraucherInnen selbst bei einer korrekten Kennzeichnung nicht erfahren, ob die jeweiligen Fanggebiete überfischt sind.

Vor einigen Jahren gündeten die Umweltschutzorganisation WWF und der Fischgroßverarbeiter Unilver den Marine Stewardship Council (MSC), der weltweit von einer Reihe von Organisationen getragen wird. Fisch, der umweltverträglich gefangen wird, erhält das MSC- Siegel. Es soll dabei helfen, durch eine verantwortungsvolle Fischerei die Bestände und die Meeresumwelt schonen. Es handelt sich jedoch um eine freiwillige Kennzeichnung.



In Deutschland sind Produkte mit MSC-Siegel bei den Firmen Iglo, Frosta, Mare, Friedrichs und Metro erhältlich.

Tipps für nachhaltigen Fischkonsum


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