Mobiler Musikgenuss mit Walkman? Megaout! Angesagt sind MD- Rekorder und MP3-fähige CD-Player. Die Stiftung Warentest hat daher im Testheft (1/03) die mobilen Musikfreudenspender auf Tonqualität, Abspielkompatibilität, Fehlerkorrektur und praktische Handhabung hin getestet. Die untersuchten Geräte in der (mittleren) Preisspanne von 60 bis 300 Euro entpuppten sich dabei sämtlich auch im Klang als Leichtgewichte. Die 13 getesteten MP3-fähigen Player haben Vorteile vor allem für Computernutzer, die dann auch die Möglichkeit zum Songdownload via Internet haben. Ihr eigentlicher Hauptvorteil gegenüber dem CD Betrieb liegt im erheblich größeren Musikspeichervolumen. Da die komprimierten MP3-Dateien nur ca. 10% des üblichen Speicherplatzes benötigen, fasst eine 12 cm CD-R damit bis zu 10 Stunden, eine 8 cm CD-R immerhin noch drei Stunden MP3 Musik, und das bei akzeptabler Tonqualität mit nur vernachlässigbaren Unterschieden zwischen Kopie und Original.
Zunächst muss allerdings eine CD in das MP3 Format umgewandelt werden, was Zeit beansprucht und je nach der verwendeten Enkodiersoftware auch maßgeblich den späteren Klang beeinflusst. Der wird wiederum bei allen Geräten entscheidend von den verwendeten Kopfhörern beeinflußt. Die mitgelieferten Kopfhörer taugen mehrheitlich nicht viel. Es empfiehlt sich bessere Kopfhörer zu kaufen (im selben Heft getestet). Die Vorteile der zwei getesteten MD-Rekorder liegen in der Möglichkeit auch aufnehmen zu können. Beim Klang erreichte kein Gerät ein besseres Ergebnis als „Befriedigend“. Positiv schnitten alle Kandidaten bei der Prüfung der Antischockschaltung auf. Bei der Ausstattung und Handhabung ergaben sich dann aber erhebliche Unterschiede und Probleme. Im Gesamtergebnis aller Geräte erreichten nur drei Geräte eine Bewertung mit „gut“, viele waren nur mittelmäßig und zwei Geräte „mangelhaft“. Der Kauf sollte daher wohlüberlegt sein.
Siehe auch:
Test: Flachbildschirme
Test: DVD-Player