Immer mehr Verbraucher ärgern sich darüber, dass sie kaum noch
Frischmilch bekommen können. Sie wurde zunächst von Discountern und schließlich auch von immer mehr Super- und Verbrauchermärkten aus dem Angebot genommen. Die Verbraucherzentrale Bremen startet jetzt die Kundenaktion „Rettet die Frischmilch!“
Frischmilchliebende Konsumenten können am Kühlregal oder an der Pinnwand ihres Supermarktes durch einen gelben Klebezettel mit der Aufschrift „Wo ist die Frischmilch?“ deutlich machen, dass ihnen dieses Lebensmittel fehlt. Damit können sie sich gegen die Angebotspolitik des Handels wehren.
Zwar gibt es eine neue Selbstverpflichtung der Anbieter, die vorschreibt, dass Frischmilch zukünftig mit dem Hinweis „traditionell hergestellt“ und
ESL (Extended Shelf Life)-Milch mit dem Hinweis „länger haltbar“ verkauft werden soll. Doch bis zu 24 Tage haltbare Milch darf weiter „Frischmilch“ heißen. Was länger haltbar gemacht wurde, kann jedoch kaum mehr frisch sein. Bei der Verbraucherzentrale Bremen haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder Verbraucher über den Geschmack der
ESL-Milch beschwert. Die Verbraucherzentrale fordert deshalb den Handel auf, weiter Frischmilch anzubieten. Nach ihrer Auffassung lässt der Handel jegliche Kundenfreundlichkeit vermissen, wenn er ein traditionell hergestelltes Grundnahrungsmittel – nur zu seinem eigenem Vorteil – nicht mehr bereit hält.