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Risiken des Medikamentenversandes im Internet

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Beitrag Risiken des Medikamentenversandes im Internet 


Apothekerkammer und Verbraucherzentrale Bremen klären über Risiken des Medikamentenversandes im Internet auf


Aktueller Anlass für das diesjährige Motto des „Tags der Apotheke“ ist die Sicherheit der Arzneimittelversorgung in Deutschland. „Wir wollen die Verbraucher über Risiken des Medikamentenversandes im Internet aufklären“, so Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil verschreibungspflichtiger Arzneimittel, die im Internet bezogen werden könnten, seien Fälschungen. Vorrangig handele es sich dabei um Medikamente ausländischer Herkunft, die nicht selten eine veränderte Zusammensetzung von Inhaltsstoffen aufwiesen.

Teilweise sei die Einnahme solcher Medikamente sogar lebensgefährlich. „Den Verbrauchern zu vermitteln, dass die Apotheke vor Ort eine sichere Arzneimittelabgabe gewährleistet, ist unser Anspruch“, sagt Klämbt. Dies beträfe nicht nur die Arzneimittelversorgung, sondern ebenso die damit einhergehende individuelle Beratung. Für Deutschland hat das Bundesfinanzministerium im März 2008 Zahlen veröffentlicht, denen zufolge der Wert der von der Bundeszollverwaltung beschlagnahmten Arzneimittelfälschungen seit 2006 jährlich um mehr als 300 Prozent gestiegen sei.

An der Seite der Apotheker steht auch die Verbraucherzentrale Bremen. Sie warnt vor dem Bezug von Arzneimitteln über das Internet. „Die Verbraucher spielen mit ihrer Gesundheit, wenn sie Medikamente aus dubiosen Quellen einnehmen,“ so Dr. Lovis Wambach von der Verbraucherzentrale. Im Internet sei der Verbraucher nicht in der Lage, einen seriösen Anbieter von einem unseriösen zu unterscheiden. Besonders häufig würden so genannte Life-Style-Präparate gefälscht. So hat das Zentrallabor der Deutschen Apotheker in Eschborn bei einem Testkauf des Potenzmittels "" festgestellt, dass 60 Prozent der bestellten Arzneimittel Fälschungen waren.

Ebenfalls umstritten sei die Frage, ob Verbraucher Medikamente, die sie durch Fernabsatz via Internet bezögen, innerhalb von zwei Wochen zurückgeben könnten: Zur Debatte stehe insbesondere, ob es sich bei Arzneimitteln um Waren handele, die zur Rücksendung geeignet seien. „Reklamationsrechte und Schadensersatzansprüche sind für Verbraucher äußerst aufwendig, wenn die Ware nicht am Wohnort, sondern durch Versandapotheken erworben wird,“ warnt Wambach.

Die Apothekerkammer und die Verbraucherschutzzentrale Bremen betonen deswegen: „Der Vertriebsweg von Arzneimitteln vom Hersteller über den Großhandel bis hin zu den Apotheken ist in jedem Fall sicher.“ Die Apotheke sei der Ort, der die höchste Versorgungssicherheit gewährleiste.


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