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Sport und Ernährung

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Beitrag Sport und Ernährung 


Fitness ist in, und mit dem steigenden Interesse an sportlicher Betätigung wächst auch das Angebot an entsprechenden Präparaten. Die Anbieter werben mit den Fotos wohlproportionierter Vorzeige-Männer und -Frauen und versprechen mit der Einnahme ihrer Mittel eine größere und effektivere Leistungsfähigkeit. Mit Behauptungen, die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sei sonst nicht gesichert, das angebotene Präparat sei „pflanzlichen Ursprungs“ und „schnell resorbierbar“ und mit angeblichen Qualitätsgarantien werden Umsätze gemacht. Viele dieser Werbeaussagen sind nicht gerade wissenschaftlich korrekt. Sie sind aber auch nicht so falsch, dass sie juristisch angreifbar wären. Doch in der Regel sind sie überflüssig – wenn man einmal davon absieht, dass man mit ihrem Konsum die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie ankurbelt.

Jede körperliche Leistung kostet Energie. Doch der tatsächliche Energieverbrauch sportlicher Aktivitäten wird leicht überschätzt. So werden beispielsweise – wenn alle zwei Tage ein 7-km-Lauf absolviert wird – nur etwa 2000 Kilokalorien in der Woche zusätzlich abgebaut. Eine halbe Stunde Gymnastik verbraucht ca. 150 Kilokalorien, eine halbe Stunde Fußballspielen etwa das Doppelte. Für dieses Mehr an Energie ist es vollkommen ausreichend, sich vielseitig und ausgewogen zu ernähren. Das bedeutet: viel Obst und Gemüse, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln – der größte Teil der Nahrung sollte aus diesen Lebensmittelgruppen stammen. Ebenfalls wichtig und deshalb täglich auf dem Speiseplan stehen sollten Milch- und Milchprodukte – vorwiegend aus der fettarmen Fraktion. Die sichtbaren Fette wie z.B. Butter und (hochwertiges!) Öl sollten sehr sparsam verwendet werden – von den unsichtbaren Fetten, versteckt beispielsweise in den verschiedenen Wurst- und Käsesorten, essen die meisten Menschen sowieso zuviel. Fleisch kann, muss aber nicht gegessen werden – Eiweißmangel gibt es in Deutschland nicht, auch nicht bei Sportlern. Im Gegenteil: seit vielen Jahren ist die Eiweiß-Zufuhr zu hoch, im Schnitt etwa um 50 %. Die Ursache dafür ist in der Regel der zu hohe Konsum an tierischen Lebensmitteln, mit der Folge, dass die Nieren belastet werden.

Ganz wichtig: gerade sportliche Aktivisten müssen viel trinken. 1,5 bis 2 l sind generell wünschenswert, wer schwitzt, sollte entsprechend mehr Flüssigkeit aufnehmen. Gut geeignet sind sog. isotonische Getränke, d.h., dass in solchen Getränken der Anteil an gelösten Teilchen dem des Blutes entspricht. Es ist jedoch nicht notwendig, fragwürdig zusammengesetzte isotonische Getränke zu kaufen, sondern viel besser und billiger ist es, sie selbst zu mischen. Das klassische Beispiel: Mineralwasser und Apfelsaft im Verhältnis 2:1. Die Aufnahme in den Körper erfolgt schnell – im Gegensatz zu sehr zuckrigen Getränken wie Coca-Cola, Limonaden oder reinen Fruchtsäften.

Echte Leistungs- oder Spitzensportler benötigen jedoch eine auf ihre Aktivitäten angepasste Zusammenstellung ihrer Mahlzeiten – die benötigten Mengen an den verschiedenen Hauptnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, aber auch an Vitaminen und Mineralstoffen sind kaum höher als bei Sofasitzern.


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