Aktualisierte Liste der Verbraucherzentrale Bremen erhältlich
Kaffee, Tee und Kakao zum Frühstück: Die meisten Menschen genießen schon morgens Produkte aus aller Welt. Und immer mehr Genießer haben dann auch schon ihre erste „gute Tat“ vollbracht: Sie konsumieren Produkte aus fairem Handel. Denn wer fair Hergestelltes bevorzugt, sorgt beispielweise für festgelegte Mindestpreise, gesicherte Existenzen von Kleinbauern und Schulausbildungen für die Kinder.
Durch den Anbau und Verkauf von Lebensmitteln auf einem zu niedrigen Preisniveau, das von den großen Handelskonzernen diktiert wird, holen Kleinbauern in ärmeren Ländern oft nicht einmal ihre Kosten heraus. Um das Überleben von Familien zu sichern, sind auch Kinder gezwungen, bis zu zehn Stunden am Tag mitzuarbeiten. Ein geregelter Schulbesuch ist so unmöglich. Mit einem gerechteren Produktions- und Vertriebssystem versucht der Faire Handel, die Arbeitsbedingungen und Lebensgrundlage von Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. Festgelegte Mindestpreise und Fair-Trade-Aufschläge decken die Produktionskosten und sichern die Existenz der Erzeuger. Die Kleinbauern erhalten so mehr Geld für ihre Produkte, als sie auf dem Weltmarkt bekommen. Außerdem werden ihnen lange Lieferbeziehungen ohne Zwischenhandel zugesichert. Mit den Mehreinnahmen verbessert sich nicht nur die wirtschaftliche Lage der Produzenten. Gleichzeitig wird ein Teil des Geldes auch in soziale Projekte wie Schulen und Krankenstationen investiert.
Zu erkennen sind fair gehandelte Lebensmittel am aufgedruckten TransFair-Siegel oder am Logo der Importeure des Fairen Handels wie gepa, el-puente oder dritte welt-partner. Das TransFair-Siegel ist ein unabhängiges, international einheitliches Siegel für Fair-Trade-Produkte.
Verbraucher und Verbraucherinnen können ihrerseits mit der Produktwahl beim Einkaufen die Ziele des Fairen Handels unterstützen. In den meisten Welt- und Bioläden sowie in vielen Supermärkten gibt es bereits ein faires Angebot, für das Kunden etwas mehr bezahlen müssen als für herkömmliche Produkte. Bei Kaffee, Tee, Kakao, Bananen, Schokolade, Orangensaft und Honig zahlt man jedoch nicht nur für den humanen Zweck, sondern die fairen Waren werden auch in einer erstklassigen Qualität angeboten. Kaffee stammt überwiegend aus hochwertigen Arabica-Bohnen, Schokolade wird aus Kakaobutter und Rohrzucker hergestellt. Die Produkte enthalten keine gentechnisch veränderten Zutaten und stammen immer häufiger aus biologischem Anbau.
TransFair - Lebensmittel aus fairem Handel
Transfair - Fairer Handel