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Verbraucherzentrale überprüft Fahrradabstellanlagen

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Beitrag Verbraucherzentrale überprüft Fahrradabstellanlagen 


Note Vier für Sicherheit bei Abstellanlagen



Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen lassen oft zu wünschen übrig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Verbraucherzentralen im Rahmen der Verbraucherallianz "fürs klima". Bundesweit wurden 361 Bahnhöfe überprüft, 17 davon in und um Bremen und Bremerhaven. Die Ergebnisse decken sich mit der Wahrnehmung der Verbraucher: Sie gaben den Abstellanlagen an Bahnhöfen in punkto Sicherheit nur eine Vier.

Will das Land Bremen und das Umland mehr für eine klimaverträgliche Mobilität leisten, müssen mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden.

Tester der Verbraucherzentralen untersuchten neben Bremen in 12 weiteren Bundesländern unter anderem, wie viele Fahrradparkplätze an den Bahnhöfen vorhanden sind. Darüber hinaus überprüften sie wie die Räder angeschlossen werden können und wie es um die Beleuchtung der Anlagen bestellt ist. Zudem wurden im Rahmen der Untersuchung bundesweit 865 Verbraucher befragt.

Vergebens suchten die Tester am Bahnhof Bremerhaven-Wulstorf eine Fahrradabstellanlage. Die übrigen 16 Bahnhöfe konnten zumindest entsprechende Anlagen vorweisen.

Weitestgehend decken sich die Bremer Ergebnisse mit denen der anderen Bundesländer. 94 Prozent der in der Region untersuchten Fahrradparkplätze verfügen immerhin über fest im Boden verankerte Anlagen – bundesweit waren es 82 Prozent. In Bremen wies nur der Bahnhof Bremen-Sebaldsbrück keine verankerten Plätze auf.

75 Prozent der Rad-Parkplätze waren nicht oder nur zum Teil überdacht (bundesweit 56 Prozent), nur 13 Prozent ausreichend beleuchtet (bundesweit 39 Prozent) und 25 Prozent schlecht einsehbar (bundesweit 27 Prozent). Etwa an jedem zweiten Bahnhof (53 Prozent) waren abschließbare Fahrradboxen vorhanden (bundesweit nur 3 Prozent). Die überwiegende Zahl der Fahrradboxen wird aber augenscheinlich bereits genutzt. Erfahrungsgemäß müssen Fahrradhalter lange warten, ehe ihnen eine freigewordene Fahrradbox vermittelt wird.

Komplett überdacht waren die Anlagen in Bremen-Vegesack, am Bremerhavener Hauptbahnhof, in Bremerhaven-Lehe und in Osterholz-Scharmbeck. Eine durchweg gute Beleuchtung wiesen der Bremerhavener Hauptbahnhof und Bremerhaven-Lehe auf.

Alle 16 Bahnhöfe mit Abstellanlagen wiesen sogenannte Anlehnbügel auf. Allerdings waren immerhin 38% der gezählten Fahrradständer ohne Anlehnbügel (1005 von insgesamt 2788). An Anlehnbügeln können Räder und Rahmen an einen Bügel angeschlossen werden – im Idealfall ist der Anlehnbügel im Boden verankert. Als ungeeignet stufen die Tester die ansonsten vorgefundenen Vorderradhalter ein. Bei den so genannten „Felgenkillern“ können nur die Vorderräder angeschlossen werden. Sie bieten dem Rad wenig Halt, bei einem Fall verbiegen sich schnell die Felgen. Zudem kann der Rahmen leicht gestohlen werden.

Zu wenig Stellplätze und verschmutzte Anlagen


Etwa die Hälfte der Abstellanlagen in und um Bremen/Bremerhaven waren überfüllt. Besonders negativ fielen hier die Bahnhöfe Bremen-Burg, Osterholz-Scharmbeck und Verden auf. Viele der Anlagen waren schmutzig und machten einen verwahrlosten Eindruck. Häufig fanden die Tester kaputte oder aufgegebene Fahrräder, insbesondere auf den Anlagen der Bahnhöfe Bremen-Mahndorf und Bremen-Vegesack. Solche "Fahrradleichen" versperren Abstellplätze und vermitteln den Eindruck mangelnder Sicherheit.

Die 865 Befragten waren von der Sicherheit der meisten Abstellanlagen nicht überzeugt. Im Schnitt vergaben sie dafür die Schulnote Vier. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Bremer Befragung. Bei der Frage nach Eignung und Anzahl kamen die Anlagen bei den Verbrauchern jeweils auf die Schulnote Drei – in Bremen auf die Schulnote Vier. Viele Befragte gaben an, nur alte oder entbehrliche Fahrräder am Bahnhof abzustellen und berichteten, dass ihr Rad schon einmal beschädigt oder gestohlen worden sei.

Potential von 35 Prozent


Damit Verbraucher vermehrt vom Auto aufs Rad umsteigen, sind bessere Rahmenbedingungen wie ausreichende und sichere Abstellanlagen notwendig. Die Umfrage zeigt, dass 35 Prozent der Befragten mit dem Fahrrad zu ihrem nächsten Umsteigepunkt radeln würden, wenn es dort bessere Abstellanlagen gäbe. Das wirkt sich nicht nur positiv auf Umwelt und Klima aus, sondern macht auch fit.

Überprüfte Bahnhöfe:


Der Bremer Hauptbahnhof wurde nicht getestet. Die vielen Fahrräder aber, die jeden Tag vor dem Bahnhof stehen zeigen, dass Abstellmöglichkeiten fehlen.

* Burg
* Lesum
* Mahndorf
* Neustadt
* Sebaldsbrück
* Vegesack
* Bremerhaven Hbf
* Bremerhaven-Lehe
* Bremerhaven-Wulsdorf
* Achim
* Delmenhorst
* Hude
* Kirchweyhe
* Osterholz-Scharmbeck
* Ritterhude
* Syke
* Verden

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