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Zu Weihnachten Geflügel aus artgerechter Haltung

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Beitrag Zu Weihnachten Geflügel aus artgerechter Haltung 


Weihnachten steht vor der Tür und damit laufen die Planungen für den Festtagsschmaus auf Hochtouren. Sehr beliebt ist nach wie vor der traditionelle Braten von Großgeflügel. Die Verbraucherzentrale Bremen rät jedoch davon ab, auf Billigwaren zurückzugreifen und damit die grausame, nicht artgerechte Intensivmast zu unterstützen. Hierbei werden die Tiere innerhalb kurzer Zeit auf engstem Raum schlachtreif gezüchtet. Puten erreichen beispielsweise innerhalb von drei bis fünf Monaten das Drei- bis Vierhundertfache ihres Ausgangsgewichts. Diese Haltungsbedingungen bleiben nicht ohne gesundheitliche Folgen: Die Tiere leiden unter schmerzhaften Entzündungen und Knochendeformationen. Um größeren „Produktionsverlusten“ vorzubeugen, werden Antibiotika eingesetzt. Diese jedoch können gefährliche Resistenzen zur Folge haben, wenn Menschen schwer erkranken und eine notwendige Antibiotikamedikation nicht anschlägt.

In der Intensivmast machen beißender Gestank und Dauerbeleuchtung die Tiere aggressiv, so dass sie ihre eigenen Artgenossen angreifen. Ganz zu schweigen von gestopften Gänsen: diese Zuchtform, bei der Gänse mittels eines Metallrohrs täglich mit riesigen Futtermengen zwangsgefüttert werden, ist zwar in Deutschland verboten, beispielsweise jedoch nicht in Ungarn. Auf den Kauf importierter Gänse sollte also lieber verzichtet werden. Nur wenn der Hinweis DDD auf den Verpackungen zu finden ist, bedeutet dies Schlüpfen, Aufzucht und Schlachtung in Deutschland. Beim Kauf darf man sich nicht irreführen lassen von Begriffen wie „tiergerecht“, „artgerecht“ oder „bäuerliche Aufzucht“, denn diese sind gesetzlich nicht geschützt.

Die Europäische Union hat vier Angaben definiert, auf die sich Verbraucher und Verbraucherinnen verlassen können, und die tatsächlich bessere Haltungsbedingungen für die Tiere bedeuten:

  • Extensive Bodenhaltung
  • Auslaufhaltung
  • Bäuerliche Auslaufhaltung
  • Bäuerliche Freilandhaltung

Nur wenn eine dieser vier Worte bzw. Wortkombinationen auf den Verpackungen bzw. Schildern zu finden sind, ist ein Mehr an Tierschutz gewährleistet!

Siehe auch:

Artgerechte Tierhaltung – nicht nur beim Eierkauf!


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