Neueste E-Nummern-Liste jetzt bei der Verbraucherzentrale Bremen erhältlich
319 verschiedene Zusatzstoffe werden von der Industrie für die Verarbeitung von Lebensmitteln verwendet. Sie sollen konservieren, eindicken, färben, emulgieren, aromatisieren, feucht halten oder (verloren gegangenen) Geschmack zurückbringen. Angesichts immer stärker verarbeiteter Lebensmittel und der zunehmenden Zahl an Lebensmittel-Imitaten rät die Verbraucherzentrale Bremen, sich die Zutatenliste auf den Verpackungen genau anzusehen – auch wenn dazu manchmal eine Lupe notwendig wäre. Zudem gibt es einige Zusatzstoffe, die Allergien auslösen können, z.B. bestimmte Farbstoffe (z.B. in Süßigkeiten, Desserts, Erfrischungsgetränken) oder Schwefelsäure (z.B. in Weißwein, Kartoffelerzeugnissen, Trockenfrüchten). Ein weiteres Problem ist nach Auffassung der Verbraucherzentrale, dass durch den häufigen Verzehr verarbeiteter und mit Aromastoffen und Geschmacksverstärkern aufgepeppter Lebensmittel das Geschmacksempfinden verfälscht wird. Schon vor Jahren hat man festgestellt, dass viele Kinder einen industriell hergestellten Erdbeerjoghurt dem selbstgemachten vorziehen. Die Gewöhnung an das zugesetzte Erdbeeraroma bei den Industrieprodukten gab den Ausschlag. Und häufig ist Joghurt ja nicht das einzige Lebensmittel, das regelmäßig nur in der Fertigprodukt-Variante auf den Tisch kommt. Nachspeisen, fertige Menüs, Erfrischungsgetränke oder Knabberzeug – sie alle enthalten in der Regel Aroma- und/oder Geschmacksstoffe, die im Vergleich zur Natur sehr viel intensiver sind.
Für die Kennzeichnung von Zusatzstoffen sind zwei Varianten erlaubt. Es können der Klassenname und die E-Nummer oder der Klassenname und die Bezeichnung des Zusatzstoffes erfolgen; also: entweder Konservierungsstoff E 200 oder Konservierungsstoff Sorbinsäure.

